Advent

Mit Beginn der Adventszeit verwandeln sich unsere Innenstädte in leuchtende Straßen und Plätze. Nicht selten sind diese Advents- bzw. Weihnachtsmärkte mehrere Jahrhunderte alt und aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken.

Erstmals Anfang des 5. Jahrhunderts erwähnt

Dass der Advent aber nicht nur eine dem Konsum hingewandte Zeit ist, dürfte aber auch klar sein. Denn die Adventszeit hat, wie das darauffolgende Weihnachtsfest auch - einen christlichen Hintergrund. Sie dient der Vorbereitung auf Weihnachten und lässt sich bis ins 5. Jahrhundert zurück verfolgen. Die Franziskaner sorgten dann dafür, dass die Adventszeit auch außerhalb von Italien verbreitet wurde. Und im Jahre 1570 verfügte Papst Pius V., dass die Adventszeit von nun an weltweit an den letzten vier Sonntagen vor dem 25. Dezember gefeiert werden solle.
Das bedeutet konkret, dass für den Fall, dass der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, dieser Tag dann der vierte Advent und der Heilige Abend zugleich ist und dass die Adventszeit somit lediglich vier Wochen beträgt, wobei sie aber längstens 28 Tage dauern kann. Eine Ausnahme von dieser Regel findet sich in der Region um Mailand sowie bei den Christen der orthodoxen Kirchen, die auch heute noch eine Vorbereitungszeit von 6 Wochen begehen. In der orthodoxen Kirche wird diese Zeit als eine 40-tägige Fastenzeit begangen, in der auf Milch und tierische Produkte verzichtet wird.

Äußeres Symbol der Adventszeit ist traditionell der Adventskranz. Er wird - unabhängig von der Religiosität der Menschen - in nahezu allen Wohnzimmern einen Platz finden. Die Tradition des Adventskranzes geht jedoch erst auf die Zeit um 1838 zurück. Und im Laufe der Zeit hat es sich eingebürgert, dass für jeden Sonntag im Advent eine neue Kerze auf dem Kranz angezündet wird. Gemeinhin machen Familien das gerne am jeweiligen Adventssonntag zum Frühstück.

Besondere Bedeutung der vier Adventssonntage

Jeder Sonntag in der Adventszeit hat vor allem in der katholischen Kirche eine besondere Bedeutung. In den Texten der Gottesdienste wird konkret auf die Geburt Jesu Christi hingewiesen. Bereits am ersten Adventssonntag ist davon die Rede. Der zweite Adventssonntag dient der Vorbereitung auf das "Kommen" Jesu, während der dritte Sonntag im Advent Johannes dem Täufer gewidmet ist und mit der Bezeichnung "Gaudete" freudig auf das Weihnachtsfest hinweist. Am letzten Adventssonntag steht dann Maria im Mittelpunkt.

Alles in allem sollte der Advent eher eine ruhige und besinnliche Zeit sein, wenn auch die Advents- und Weihnachtsmärkte einerseits und das hektische Treiben um das Geschenkekaufen andererseits eher in eine andere Richtung hindeuten.


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