Weihnachtsbaum

Wer sich die biblische Geschichte der Geburt Jesus Christus vor Augen führt, wie sie üblicherweise übermittelt wurde, muss sich selbst eingestehen, das der Weihnachtsbaum im Grunde nichts damit zu tun hat. Es besteht keine offensichtliche Beziehung zu den Beteiligten, weder zu Maria und Josef, noch zu den drei Weisen aus dem Morgenland. Dennoch werden jedes Jahr zur Weihnachtszeit Millionen von Nadelbäumen für diesen Anlass dekoriert und meist auch beleuchtet. Doch vorher kommt dieser Brauch?

Die Geschichte des Weihnachtsbaumes

Seinen Ursprung findet der Christbaum in der frühen biblischen Überlieferung von Adam und Eva und dem dort erwähnten Baum des Lebens. In der gesamten Menschheitsgeschichte sind Bäume immer Symbole für das Leben. So ist bekannt, dass etwa Richtbäume bereits im 13. Jahrhundert neu errichtete Bauwerke krönten. Auch Maibäume wurden schon zu germanischen Zeiten aufgestellt. Erste Hinweise, dass der Weihnachtsbaum zur weihnachtlichen Dekoration gehört, zeigen sich durch eine Eintragung in ein Rechnungsbuch aus dem Jahr 1521, in dem der örtliche Förster zu Schlettstadt, Elsass, mit vier Schillingen bezahlt wurde, damit er zum 21. Dezember die Bäume bewacht. Das Elsass und die benachbarte Schwarzwaldregion zeigen sich anhand der weiteren Aufzeichnungen als der Ursprungsort des modernen Christbaumes, von dem aus sich der Brauch ab etwa dem 18. Jahrhundert - zuerst in Deutschland und dann auch weltweit - ausbreitete.

Der Christbaum in der Statistik

Rund 24,5 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich alleine in Deutschland zu den Feiertagen aufgestellt. Dabei sind es überwiegend Haushalte mit drei und mehr Personen, die diesem Brauch nachgehen - also meist Familien mit Kindern. In der Rangliste der Beliebtheit steht die Nordmanntanne mit 71 % an erster Stelle. Ihr folgt die Blaufichte mit 15 % sowie sonstige Fichten mit 7 %. Den Abschluss bildet mit 3 % die Edeltanne oder Nobilistanne. Deutschland importiert und exportiert Christbäume. Der Import erfolgt überwiegend aus Dänemark, für den Export, etwa 2 % des Handelsvolumens, sind die Zielländer beispielsweise die Schweiz oder Italien.

Wann beginnt der Christbaum-Verkauf?

In der Regel startet der Verkauf von Weihnachtsbäumen etwa 4 Wochen vor Weihnachten. Es besteht aber mancherorts auch die Möglichkeit, den gewünschten Weihnachtsbaum bei der örtlichen Försterei bereits im Herbst auszusuchen und diesen dann kurz vor Weihnachten selbst zu fällen oder auch schlagen zu lassen. Der beste Zeitpunkt zum Kauf eines Christbaumes liegt normalerweise rund zwei Wochen vor Weihnachten. Wurde ein Baum bereits vier Wochen vor Weihnachten geschlagen, kann es passieren, dass er zu den Feiertagen seine Nadeln verliert. Ein zu kurzer Zeitraum zum Kauf, etwa erst an Heiligabend, beschränkt die Auswahl erheblich.

Welcher Christbaum hält sich am längsten?

In Bezug auf ein lang anhaltendes frisches Aussehen steht die beliebte Nordmanntanne an erster Stelle. Auch die Blautanne zählt zu den Weihnachtsbäumen, deren Nadeln nicht so schnell abfallen.

Ab wann wird der Weihnachtsbaum aufgestellt?

Sehr weit verbreitet ist der Brauch, den Weihnachtsbaum am Mittag des 24. Dezember aufzustellen und zu schmücken. Er kann aber auch bereits vorher hergerichtet werden, wobei der erste Advent die äußerste Grenze in der Vorweihnachtszeit darstellt.

Bis wann den Weihnachtsbaum stehen lassen?

Hier bestehen in den religiösen Lagern der evangelischen und katholischen Gläubigen unterschiedliche Ansichten. Evangelische Bürger setzen den 6. Januar zum Entfernen des Christbaumes. Bei katholischen Kirchenmitgliedern kann es sogar erst der 2. Februar sein.

Weihnachtsbaumabholungen?

Die Abholung von Weihnachtsbäumen nach den Feiertagen gestaltet sich von Stadt zu Stadt oder Gemeinde oft unterschiedlich. Überwiegend sind es die örtlichen Abfallbetriebe, die in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres den ungeschmückten Weihnachtsbaum mitnehmen, wenn dieser vor die Tür gelegt wird. Es finden sich aber auch teilweise Vereine, die diese Aufgabe als spendenpflichtige Sammelaktion durchführen.


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