Adventskalender

Der erste gedruckte Adventskalender mit Türchen oder Fensterchen zum Aufmachen – so wie wir ihn heute kennen – entstand 1920. Doch es gibt eine Vorgeschichte und die begann in der Kindheit des 1881 geborenen Pfarrersohnes Gerhard Lang aus dem schwäbischen Maulbronn. Der kleine Gerhard konnte das Weihnachtsfest kaum erwarten. Deshalb zeichnete seine Mutter 24 Kästchen auf einen Karton und befestigte auf jedem Kästchen ein kleines süßes Gebäckstück. Ab dem 1. Dezember durfte Gerhard jeden Tag eines abmachen und essen, bis dann 24 Tage später endlich das Christkind kam. Im Jahre 1904 schuf Gerhard Lang in München den ersten gedruckten Adventskalender. Damals nannte man ihn noch "Weihnachtskalender". Er bestand aus zwei bedruckten Teilen: einem hübsch dekorierten Karton mit 24 religiösen Versen und einem Bogen mit 24 Bildern. Tag für Tag schnitten die Kinder ein Bildchen aus und klebten es auf den zugehörigen Vers. Das Bild zum Heiligen Abend stellte das Christkind dar.

Tipp: So bastelt Ihr euren Adventskalender selbst.

Auf dem Weg zum persönlichen Kalender

Seit den Fünfzigerjahren gibt es den Adventskalender mit dem täglichen Stück Schokolade hinter dem Türchen. Es geht aber auch persönlicher, wenn man selbst tätig wird. So könnte am 1. Dezember jedes Familienmitglied vor einer aufgespannten Wäscheleine stehen, an der diesmal keine Hemden und Blusen hängen, sondern 24 kleine Geheimnisse, eingepackt in Geschenkpapier oder bunten Briefumschlägen. Wer Platz sparen möchte, befüllt 24 Socken. Jedes Familienmitglied bekommt eine eigene Farbe. Für die 24 Zahlen gibt es Aufkleber. Man kann die Reihenfolge natürlich auch dem Zufall überlassen. Womit macht man denn nun Kindern eine Freude? Was liebt die Frau von heute? Und was hat ein Mann denn gern?

Für jedes Kind die passende Befüllung

Kinder sind chaotisch, das heißt: kreativ. Fördern wir doch einfach diese Kreativität und verschenken Buntstifte, Malbücher, Wasserfarben, Straßenkreide und die gute alte Knete. Glasmurmeln faszinieren Kinder auch heute noch. Knobelspiele fördern das logische Denken. Die ganz Kleinen lieben Stofftiere. Die müssen ja nicht so riesig sein wie auf dem Jahrmarkt. Holzpuzzle und Bauklötze kommen immer gut an. Die älteren Mädchen freuen sich über bunte Fingerringe, Ohrringe und Ketten, die richtigen Jungen stehen immer noch auf Spielzeugautos und alle Dinge, die ein Abenteuer versprechen. Ein Gutschein für einen Burger-Imbiss wird garantiert nicht weggeworfen, und eine Einladung in die Eisdiele sorgt jahreszeitbedingt für monatelange Vorfreude. Mamas und Papas mit schriftstellerischer Begabung schreiben eine aufregende Fortsetzungsgeschichte – ein Kapitel pro Tag mit Happy End am Heiligen Abend.

Liebeserklärungen für Frau und Mann

Was schenkt der Mann einer Frau, die er richtig gern hat? Natürlich Schmuckstücke und Pralinen. Vielleicht an jedem Adventstag ein paar Zeilen mit der Überschrift: Ein Grund, warum ich dich immer noch liebe. Falls die 24 Tage nicht ausreichen: Fortsetzung folgt im nächsten Advent. Die Schwiegermutter bekommt eine Wärmflasche in Herzform und ein richtig gutes Badeöl. Eine Frau, die ihren Partner erfreuen will, kauft online im Fanshop seines Lieblingsvereins ein: Schal, Mütze und Schlüsselanhänger gehen immer. Aber Vorsicht: Artikel vom falschen Verein gefährden den Weihnachtsfrieden. Nützlich fürs Eheglück sind Gutscheine für einen gemeinsamen Museumsbesuch, den Theater- oder Kinoabend. Das garantiert traute Zweisamkeit.

Adventskalender von Weihnachten.me

Öffne jeden Tag eine neues Türchen und lass Dich von unserem Adventskalender überraschen. Viel Freude damit!


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