Advent

Mit Beginn der Adventszeit verwandeln sich unsere Innenstädte in leuchtende Straßen und Plätze. Nicht selten sind diese Advents- bzw. Weihnachtsmärkte mehrere Jahrhunderte alt und aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken. Doch welche weiteren Bräuche gibt es in der Adventszeit noch und was genau bedeutet der Begriff "Advent" eigentlich? All das beantworten wir Euch im Folgenden.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Advent - Übersetzung und Definition
  2. Advent - Geschichte und Bedeutung
  3. Advent - Datum und Bedeutung der Adventssonntage
  4. Adventsbräuche
  5. Adventsbilder
  6. Adventssprüche

1. Advent - Übersetzung und Definition

Der Begriff "Advent" stammt aus dem Lateinischen ("adventus") und bedeutet: die Ankunft Christi. Spricht man vom Advent, so meint man die vier Sonntage (der 1., 2., 3. und 4. Advent) einschließende Zeit vor Weihnachten. Die Adventszeit beginnt demnach immer vier Sonntage vor Weihnachten mit dem 1. Adventssonntag und endet mit dem Heiligen Abend. Mit dem 1. Adventssonntag beginnt auch stets ein neues Kirchenjahr.

2. Advent - Geschichte und Bedeutung

Warum feiern wir Advent? Welcher Sinn steckt dahinter? Diese Fragen stellen sich sicherlich viele Menschen. Darum liefern wir nun die Antworten.

Das der Advent nicht nur eine dem Konsum hingewandte Zeit ist dürfte klar sein. Der Tradition nach bereiten sich Christen in der Adventszeit nämlich auf Weihnachten bzw. die Ankunft des Herrn vor. Dabei hat jeder der vier Adventssonntage seine eigene Bedeutung.

Die Adventszeit geht viele Jahrhunderte zurück. Sie lässt sich bis ins 5. Jahrhundert zurück verfolgen. Die Franziskaner sorgten dann dafür, dass die Adventszeit auch außerhalb von Italien verbreitet wurde. Und im Jahre 1570 verfügte Papst Pius V., dass die Adventszeit von nun an weltweit an den letzten vier Sonntagen vor dem 25. Dezember gefeiert werden solle.

Symbolisch steht die Zahl 4 für 4.000 Jahre, in der die Menschheit nach kirchlicher Geschichtsschreibung seit dem Sündenfall im Paradies (geht auf Adam und Eva zurück) auf den Erlöser warten mussten.

Alles in allem sollte der Advent eher eine ruhige und besinnliche Zeit sein, wenn auch die Advents- und Weihnachtsmärkte einerseits und das hektische Treiben um das Kaufen der Geschenke andererseits eher in eine andere Richtung hindeuten.

3. Advent - Datum und Bedeutung der Adventssonntage

Der Advent bzw. die Adventszeit fällt Jahr für Jahr auf die vier Adventssonntage vor Weihnachten. Ihr fragt Euch aber gerade, wann ist der erste Advent in diesem Jahr? Die Antwort darauf findet Ihr in der folgenden Liste, die auch alle weiteren Adventssonntage samt Datum zur Verfügung stellt:

  • 1. Advent: Sonntag, 29. November 2020
  • 2. Advent: Sonntag, 6. Dezember 2020
  • 3. Advent: Sonntag, 13. Dezember 2020
  • 4. Advent: Sonntag, 20. Dezember 2020

Hinweis: Für den Fall, dass der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, ist dieser Tag der vierte Advent und der Heilige Abend zugleich. Somit würde die Adventszeit lediglich vier Wochen betragen. Maximal sind 28 Tage möglich, wobei der erste Advent auch schon im November sein kann.
Es gibt aber auch Ausnahmen. Eine ist bspw. in der Region um Mailand zu finden, wo der Advent auch heute noch über 6 Wochen lang andauert. Eine weitere Ausnahme bildet die orthodoxe Kirche, die den Advent als eine 40-tägige Fastenzeit begeht, in der auf Milch und tierische Produkte verzichtet wird.

Die vier Adventssonntage und ihre Bedeutung

Jeder Sonntag in der Adventszeit hat vor allem in der katholischen Kirche eine besondere Bedeutung. In den Texten der Gottesdienste wird konkret auf die Geburt Jesu Christus hingewiesen. Bereits am ersten Adventssonntag ist davon die Rede. Er soll an den Einzug Jesus in Jerusalem erinnern. Am zweiten Adventssonntag wird die Wiederkunft Christi gefeiert, während der dritte Sonntag im Advent Johannes dem Täufer gewidmet ist und mit der Bezeichnung "Gaudete" freudig auf das Weihnachtsfest hinweist. Am letzten Adventssonntag wird dann Maria geehrt.

4. Adventsbräuche

Um den Advent ranken sich zahlreiche Bräuche, die die Adventszeit für viele Menschen so besonders machen. Welche das sind zeigen wir Euch im Folgenden.

Adventskranz

Das Symbol der Adventszeit schlechthin ist traditionell der Adventskranz. Er findet - unabhängig von der Religiosität der Menschen - in nahezu allen Wohnzimmern einen Platz. Die Tradition des Adventskranzes geht bis ins Jahr 1839 zurück. Im Laufe der Zeit hat es sich eingebürgert, dass für jeden Sonntag im Advent eine neue Kerze auf dem Kranz angezündet wird. Gemeinhin machen Familien das gerne am jeweiligen Adventssonntag zum Frühstück.

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Adventskalender

Der Adventskalender erfreut jung und alt schon seit über einem Jahrhundert. Genauer gesagt seit dem Jahr 1881. Aber erst seit 1920 gibt es ihn in der Form, in der wir ihn auch heute noch kennen.

Tipp: So bastelt Ihr Euren Adventskalender selber!

Adventsgeschichten

Der Advent sollte eine ruhige und besinnliche Zeit sein, zu der Adventsgeschichten einfach dazugehören. Schnappt Euch ein Buch oder druckt Euch einige unserer Geschichten aus und macht es Euch mit Kerzen und weihnachtlichen Leckereien gemütlich.
Alt und religiös oder eher modern? Das Thema - bzw. der genaue Inhalt - ist eigentlich zweitrangig. Genauso nebensächlich ist es, wie die Geschichten konsumiert werden - ob selbst gelesen oder anderen Menschen vorgelesen. Am wichtigsten ist stets deren Botschaft!

Adventslieder

Adventslieder sind ein ständiger Begleiter im Advent. Viele Lieder sind bereits mehrere Jahrhunderte alt. Dennoch sind sie häufig im Radio und Fernsehen zu hören, werden in der Kirche gesungen und man ertappt sich nicht selten dabei, fröhlich mitzusingen.

Adventslied: Tochter Zion

Adventsdeko

Der Advent ist die Zeit der Adventsdekoration. Fast überall wird dekoriert. Egal ob aussen oder innen, egal ob Fenster, Tische, Wände, Türen, Geländer oder ganze Häuser - die Adventsdeko macht vor nichts halt. Gerade im DIY-Bereich (Do it yourself) wird die Adventszeit sehnsüchtig erwartet. Hier wird gebastelt was das Zeug hält. Zu den beliebtesten Dekoelementen zählen der Herrnhuter Stern (ein beleuchteter Advents- bzw. Weihnachtsstern), der Schwibbogen oder die Weihnachtspyramide.

Backen in der Adventszeit

Wer kennt ihn nicht, diesen lieblich würzigen Geruch, der den ganzen Advent über durch die Straßen und Häuser zieht? Er ist der Vorbote des verschlemmten Weihnachtsfestes und wird von Kindern uns Erwachsenen gleichermaßen geliebt. Die Weihnachtsbäckerei hält jede Menge feine Rezepte für Gebäck und Kuchen parat. Zu den Beliebtesten zählen zweifelsohne der Christstollen und der Lebkuchen.

Barbaratag und Barbarazweig

Der Barbaratag ist der Gedenktag der heiligen Barbara von Nikomedien. Sie war eine christliche Märtyrin des 3. Jahrhunderts. Seit dem 12. Jahrhundert wird er von der katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirche am 4. Dezember gefeiert. Kirchen, die den julianischen Kalender nutzen, wie bspw. die russisch-orthodoxe Kirche, begehen den Barbaratag erst am 17. Dezember.

Wie andere Feiertage hat auch der Barbaratag seine ganz eigenen Bräuche. So werden an diesem Tag etwa Zweige von einem Obstbaum oder einer Forsythie geschnitten, die dann in eine Vase gefüllt mit Wasser gestellt werden. Diese sogenannten Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen, um in der dunklen Jahreszeit Licht in die Häuser der Menschen zu bringen.

Nikolaustag

Mitten in der Adventszeit - nämlich am 6. Dezember - feiern wir das Fest des heiligen Nikolaus. Es ist der Gedenk- und Todestag des heiligen Nikolaus von Myra. Der Nikolaustag wird in erster Linie von Kindern herbeigesehnt. Dem Brauch nach werden am Vorabend nämlich Stiefel oder Schuhe vor die Tür gestellt und gehofft, dass diese vom Nikolaus befüllt werden.

Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte sind ein beliebtes Ziel in der Adventszeit. Sie werden häufig von Familien besucht sind aber auch eine Anlaufstelle für Weihnachtsfeiern. In Deutschland gibt es in jeder größeren Stadt einen Weihnachtsmarkt. Zu den bekanntesten, wie den Nürnberger Christkindlesmarkt, reisen viele Menschen sogar von weit her an.

5. Adventsbilder

Draußen ist es im Advent meist dunkel und kalt. Um so bunter, wärmer und gemütlicher ist es drinnen. Dies spiegeln auch die zahlreichen Adventsbilder wieder, die zu dieser Zeit überall zu sehen sind. Einige beliebte Motive stellen wir Euch nun vor. Solltet Ihr Euch noch mehr Bilder anschauen wollen, dann werft mal einen Blick auf unsere Weihnachtsbilder-Sammlung Dort erwarten Euch über 150 weitere Bilder.

Hinweis zur Nutzung der Adventsbilder: Sämtliche Adventsbilder auf dieser Webseite können von Euch gratis heruntergeladen, verändert und frei kommerziell genutzt werden. Aber Achtung, ein Verkauf der Fotos ist NICHT gestattet!

6. Adventssprüche

Der Höhepunkt der verschickten Weihnachtskarten und Nachrichten ist zweifelsohne rund um das Weihnachtsfest. Aber bereits in der Adventszeit startet das fröhliche Schreiben. Hierfür stellen wir Euch einige schöne Adventssprüche zur Verfügung. Noch mehr Sprüche findet Ihr hier.

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.

Autor: unbekannt

Advent ist eine Zeit der Ruhe, der Christ mahnt, dass man Gutes tue. Alle Welt macht sich bereit, für die schöne Weihnachtszeit.

Autor: unbekannt

Was ist das Allerschönste an der Adventszeit? Die Familie rückt näher zusammen und beginnt die ruhigen Stunden zu schätzen, die sonst im Alltagsstress untergehen.

Autor: unbekannt

Nun leuchten wieder die Adventskerzen und zaubern Freude in alle Herzen.

Autor: unbekannt

Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.

Autor: Alfred Delp

Advent und Weihnachten – Zeit der Stille und Besinnung, bis jemand auf die Idee kam, dass Geschenke sein müssen.

Autor: unbekannt

Advent – die schöne Zeit – Glocken klingen weit und breit, Kerzenlicht in jedem Heim – Frieden soll auf Erden sein!

Autor: unbekannt

Zeit für Liebe und Gefühl, heute bleibt's nur außen kühl! Kerzenschein und Plätzchenduft, Advent liegt in der Luft.

Autor: unbekannt

Tannenbäume, Kugeln, Lichter, Bratapfelduft und frohe Gesichter, Freude am Schenken – das Herz wird weit. Ich wünsch euch eine schöne Adventszeit.

Autor: unbekannt

Je mehr Freude wir anderen Menschen machen, desto mehr Freude kehrt ins eigene Herz zurück.

Autor: unbekannt

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