Wenn die bunten Lichter …

Wenn die bunten Lichter blitzen
und die Englein auf den Wölkchen sitzen,
ja dann wartest Du auf meinen Gruß,
den ich Dir jetzt schicken muss.
Frohe Weihnachten wünscht Dir Dein/Deine...

Autor: unbekannt

Was sagt der Wunsch aus?

Dieser Weihnachtsgruß ist ein kleines, poetisches Versprechen. Er beschreibt eine festliche Szenerie mit bunten Lichtern und kindlich dargestellten Engeln. Im Kern kommuniziert er eine freudige Pflicht: Der Absender fühlt sich in diesem magischen Moment dazu verpflichtet, einen Gruß an den Empfänger zu senden. Es ist weniger ein üppiges Gedicht als eine charmante, persönliche Notiz, die betont, dass der andere in den eigenen Gedanken ist, sobald die Weihnachtsstimmung einsetzt. Die direkte Ansprache "Du" und "Dein/Deine..." macht ihn zu einer individuellen Zueignung.

Welche Botschaft steckt dahinter?

Hinter den einfachen Versen verbirgt sich die tiefere Botschaft der Verbundenheit und Aufmerksamkeit. Der Wunsch transportiert die Idee, dass wahre Festlichkeit erst durch das Teilen von Zuneigung entsteht. Die "Englein auf den Wölkchen" symbolisieren eine heitere, beinahe märchenhafte Erwartungshaltung. Die Kernbotschaft lautet: In der hektischen Vorweihnachtszeit halte ich inne und denke speziell an dich. Meine Weihnachtsfreude ist unvollständig, ohne dir mitzuteilen, dass du wichtig bist. Es geht um die bewusste Handlung des Grüßens als Akt der Wertschätzung.

Welche Stimmung erzeugt der Wunsch?

Der Wunsch erzeugt eine unmittelbar leichte und herzliche Stimmung. Die Wortwahl "bunte Lichter blitzen" und "Englein auf den Wölkchen sitzen" weckt Assoziationen zu traditionellem Christbaumschmuck und idyllischen Krippenszenen. Der Rhythmus der Verse ist eingängig und nicht zu schwer, was eine gewisse Verspieltheit und Unbeschwertheit vermittelt. Insgesamt ist die Atmosphäre von gemütlicher Vorfreude und einer warmherzigen, fast vertraulichen Zuwendung geprägt, die keine große Feierlichkeit sucht, sondern direkte Nähe.

Emotionale Wirkung

Beim Lesen können verschiedene Gefühle angesprochen werden. Zunächst löst der Gruß oft Freude und ein Lächeln über die niedliche Bildsprache aus. Die betonte persönliche Zuwendung kann beim Empfänger ein Gefühl der Wertschätzung und Geborgenheit hervorrufen. Gleichzeitig schwingt eine leise Nostalgie mit, da die Darstellung der Engel an traditionelle, vielleicht aus der Kindheit bekannte Weihnachtsbilder erinnert. Die emotionale Wirkung ist insgesamt positiv und aufhellend, ohne dabei tiefgreifend oder melancholisch zu werden.

Moral und Werte

Der Weihnachtswunsch vermittelt vorrangig allgemein-menschliche Werte. Im Vordergrund stehen Zwischenmenschlichkeit, Achtsamkeit und die Pflege von Beziehungen. Die christliche Botschaft tritt stark in den Hintergrund; die Engel werden hier eher als folkloristisches, dekoratives Element denn als religiöse Boten verwendet. Der zentrale Wert ist die Verbundenheit. Der Absender zeigt, dass er trotz aller Festvorbereitungen den einzelnen Menschen nicht vergisst. Diese Werte passen perfekt zum weihnachtlichen Ideal der Besinnung und Zuwendung zum Nächsten, unabhängig vom religiösen Hintergrund.

Ist der Wunsch zeitgemäß?

Absolut. In einer digitalen, oft anonymen Welt gewinnt die bewusste, persönliche Geste sogar an Bedeutung. Der Wunsch thematisiert im Kern das, was heute "Intentionalität" genannt wird: das absichtsvolle Innehalten und Kontaktaufnehmen. Moderne Parallelen lassen sich leicht ziehen: Es ist das Äquivalent zu einer persönlichen Sprachnachricht mitten im Strom von Massen-Mails und automatisierten Grußkarten. Die Frage, die er aufwirft, ist heute relevanter denn je: Nehmen wir uns in der Hektik des Alltags und der Feiertage noch Zeit für echte, gezielte Zeichen der Zuneigung? Der einfache, unprätentiöse Tonfall wirkt dabei erfrischend unperfekt und authentisch.

Für welchen Anlass eignet sich der Wunsch?

Dieser Gruß ist vielseitig einsetzbar. Er eignet sich hervorragend für:

  • Persönliche Weihnachtskarten an Freunde, Verwandte oder Bekannte, zu denen ein herzliches, aber nicht allzu formelles Verhältnis besteht.
  • Eine handschriftliche Notiz innerhalb eines Geschenks.
  • Die textliche Untermalung einer digitalen Grußkarte mit traditionellem oder verspieltem Design.
  • Eine kurze, poetische Nachricht in Messenger-Diensten oder sozialen Medien, um individuell zu grüßen.
  • Als Einstieg oder Schlusssatz in einem längeren Weihnachtsbrief.
Seine Stärke liegt in der Alltagstauglichkeit für fast jede nicht-formelle Kommunikation.

Für wen eignet sich der Wunsch weniger?

Weniger passend ist dieser Wunsch in sehr formellen oder streng religiösen Kontexten. Spezifisch ungeeignet ist er für:

  • Sehr offizielle Geschäftskorrespondenz oder Grußadressen an Vorgesetzte (hier wirkt die "Englein"-Sprache zu infantil).
  • Menschen, die einen explizit christlich-theologischen Weihnachtsgruß erwarten (die religiöse Tiefe fehlt).
  • Personen, die mit der traditionellen, vielleicht als kitschig empfundenen Bildsprache (Engel auf Wolken) nichts anfangen können oder einen modernen, minimalistischen Stil bevorzugen.
  • Situationen, in denen Trauer oder Ernst im Vordergrund stehen (der Ton ist durchweg heiter und unbeschwert).
Sein Charme entfaltet sich am besten in Beziehungen, die eine gewisse Lockerheit und Herzlichkeit zulassen.

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