Weihnachtsoratorium

Zu Weihnachten findet man jedes Jahr in allen größeren deutschen Städten auf den Plakaten Hinweise zum Weihnachtsoratorium (meist zu dem von Johann Sebastian Bach). Doch was ist eigentlich ein Weihnachtsoratorium und wann und wie ist diese Gattung entstanden? Diesen Fragen wollen wir im Folgenden nachgehen.

Begriff

Ein Oratorium ist innerhalb der Kirchenmusik ein Werk, in dem eine mehrteilige Vertonung einer meistens geistlichen Handlung für Chor und Orchester erfolgt. Das Wort „Oratorium“ kommt dabei aus dem Lateinischen und bedeutet „Bethaus“. Ein Weihnachtsoratorium ist nun eine Sonderform, bei der die Geschichte der Geburt Jesu musikalisch dargestellt wird.

Die Geschichte vom Weihnachtsoratorium

Interessanterweise ist das Weihnachtsoratorium eine Schöpfung innerhalb der protestantischen Kirche. Das erste Mal im 16. Jhdt. entstanden, wurden Weihnachtsoratorien im 17. Jhdt. zur geläufig angewendeten Form. Im Gegensatz zur Weihnachtskantate, die keine Handlung hat, haben die Weihnachtsoratorien immer die Handlung um Christi Geburt aufzuweisen.
Dabei wurden mit der Zeit die dramatischen Elemente der Geschichte immer mehr betont.

Das Weihnachtsoratorium von Bach

Dieses dramatische Element findet sich auch in dem bekanntesten, schon genannten Weihnachtsoratorium – dem von Johann Sebastian Bach. 1734 entstanden, besteht es aus sechs aufeinander folgenden Teilen, welche durch die Freude über die Geburt Jesus Christus miteinander verwoben sind.

Die Aufführung hat normalerweise eine Dauer von ca. zweieinhalb Stunden. Die Musik ist dabei eine Abfolge von Rezitationen, Arien und Kirchenliedern: Vom ersten Teil „Jauchzet, Frohlocket“ bis zum feierlichen Ende „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“ zieht sich der musikalische Handlungsbogen.

In Bachs großem Werk wird der Geist der Weihnachtszeit lebendig – von daher lohnt der Besuch dieses Stückes sehr.


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