Weihnachtswitze
Weihnachten ist die Zeit der Besinnung und gleichzeitig das Fest der Freude. Der Christbaum strahlt im vollen Lichterglanz, die Kinder sind aufgekratzt vor Vorfreude und selbst die sonst eher nüchternen Erwachsenen werden ein bisschen weicher, ein bisschen offener. Genau in dieser Stimmung entfalten Weihnachtswitze ihre größte Wirkung.
Lachen ist eine der direktesten Verbindungen zwischen Menschen. Es baut Distanz ab, überbrückt Generationenunterschiede und macht aus einer Ansammlung von Verwandten, die sich vielleicht nur einmal im Jahr sehen, für einen kurzen Moment eine echte Gemeinschaft. Ein gut platzierter Witz zur richtigen Zeit kann die Atmosphäre an einem langen Familienfeiertag komplett kippen, und zwar zum Guten.
Die meisten Weihnachtswitze hören sich an wie kleine Anekdoten aus dem Leben: von aufgeweckten Kindern, die unbedingt hinter die Identität des Weihnachtsmanns kommen wollen, von Rentieren mit verkanntem Talent oder von Eltern, die sich beim Geschenkeverstecken weniger klug anstellen, als sie dachten. Es gibt natürlich auch Witze mit derbem Humor, die ausschließlich für Erwachsene in der richtigen Runde geeignet sind. Der Schlüssel liegt immer darin, die Situation und das Publikum richtig einzuschätzen.

Inhaltsverzeichnis
- Was für Weihnachtswitze gibt es?
- Wann kann man Weihnachtswitze erzählen?
- Wie erzählt man erfolgreich einen guten Weihnachtswitz?
- Welche Arten von Weihnachtswitzen gibt es?
- Klassische Weihnachtswitze zum Schmunzeln
- Klopf-Klopf-Witze zu Weihnachten
- Typische Weihnachtswitze über bekannte Klischees
- Das Timing macht den Unterschied
- Weihnachtswitz in der offiziellen Ansprache
- Häufige Fehler beim Witze erzählen
- Wenn Witze nicht ankommen - Alternativen zum Lachen
Was für Weihnachtswitze gibt es?
Auf unserer Seite gibt es einige ausgesuchte Witze. Sollte Euch unsere Auswahl nicht reichen, können wir Euch die Seite witzepause.com empfehlen. Dort findet Ihr noch mehr Weihnachtswitze. Viel Spaß beim Stöbern und Lachen!
Treffen sich 2 Blondinen, sagt die eine: "Dieses Jahr ist Weihnachten an einem Freitag!" Sagt die andere: "Hoffentlich nicht an einem 13ten!"
Autor: unbekannt
"Ich bin sehr besorgt um meine Frau. Sie ist nämlich bei diesem schlimmen Schneetreiben zum Weihnachtsmarkt gegangen.
Autor: unbekannt
"Na sie wird sich schon in irgendeinem Geschäft unterstellen können, oder?"
"Eben, darum bin ich ja besorgt!"
Die Großmutter zur Enkelin: "Du darfst Dir zu Weihnachten von mir ein schönes Buch wünschen!"
Autor: unbekannt
"Fein, dann wünsche ich mir Dein Sparbuch."
Weihnachten im Irrenhaus. Kommt der Weihnachtsmann und sagt zu den Irren: "Wer mir ein kurzes Gedicht aufsagt, bekommt ein kleines Geschenk. Wer ein langes Gedicht aufsagt, bekommt ein großes Geschenk. "Kommt der Erste an und stammelt: "Helelmaamm". Sagt der Weihnachtsmann: "Und wer mich verarscht, kriegt gar nichts!"
Autor: unbekannt
Vater: "Fritzchen, zünde doch bitte den Christbaum an!" Nach einer Weile fragt Fritzchen: "Vati, die Kerzen auch?"
Autor: unbekannt
Ein Schotte kommt in eine Postfiliale: "Eine 62-Cent-Briefmarke bitte. Aber machen Sie bitte den Preis ab, es soll ein Weihnachtsgeschenk sein!"
Autor: unbekannt
Warum hat der Weihnachtsmann einen so großen Sack?
Autor: unbekannt
Weil er nur einmal im Jahr kommt!
Der Weihnachtsmann, ein ehrlicher Politiker und ein hart arbeitender Lehrer sehen auf der Straße einen 100-Euro-Schein liegen. Wer hebt ihn heimlich auf? Der Weihnachtsmann natürlich, weil die anderen beiden gibt es gar nicht.
Autor: unbekannt
Scheinheilig ist, wenn man das ganze Jahr die Pille nimmt und zu Weihnachten singt: "Ihr Kinderlein kommet..."
Autor: unbekannt
Zwei Blondinen sind im Wald und suchen nach dem passenden Weihnachtsbaum. Nach etwa zwei Stunden sagt die eine: "Komm, nehmen wir doch einfach eine Tanne ohne Weihnachtskugeln."
Autor: unbekannt
"Ach Omi, die Trommel von Dir war wirklich mein schönstes Weihnachtsgeschenk."
Autor: unbekannt
"Tatsächlich?", freut sich Omi.
"Ja, Mami gibt mir jeden Tag fünf Euro, wenn ich nicht darauf spiele!"
Charlotte schwelgt in Erinnerungen: "Als Kind liebte ich es, in der Weihnachtszeit in der Stube vor knisterndem Feuer zu sitzen. Leider gefiel das meinem Vater nicht. Er hat es verboten." -
Autor: unbekannt
"Warum denn ?"
Nun. wir hatten keinen Kamin!
Warum gehen Ostfriesen in der Vorweihnachtszeit immer durchs Fenster? Weil Weihnachten vor der Tür steht!
Autor: unbekannt
Fragt die eine Gans eine andere: "Glaubst du an ein Leben nach Weihnachten?"
Autor: unbekannt
Kommt ein Taubstummer in eine Bank und legt einen Tannenzapfen und ein Kondom auf den Schalter. Der Bankangestellte guckt aber kapiert nicht, was der Mann meint. Er holt seinen Chef, der sofort sagt: "Er meint, dass er bis Weihnachten sein Konto überziehen möchte!"
Autor: unbekannt
Wie kann man einen Ostfriesen ärgern? Man schickt ihn in ein rundes Haus und sagt ihm: "In der Ecke liegt dein Weihnachtsgeschenk!"
Autor: unbekannt
An Weihnachten bekommt Fritzchen einen Eisenbahn. Er baut die sofort auf und ruft beim Spielen: "München Hauptbahnhof, kleine Arschlöcher links einsteingen, großé Arschlöcher rechts einsteigen."
Autor: unbekannt
Kommt seie Mutter aus der Küche und sagt zu Fritzchen: "Das sagt man nicht. Als Strafe gehst du jetzt 1 Stunde in dein Zimmer!"
Nach einer Stunde kommt Fritzchen aus seinem Zimmer, geht an die Eisenbahn und ruft: München Hauptbahnhof, kleine Arschlöcher links einsteigen, große Arschlöcher rechts einsteigen. Und wegen dem großen Arschloch aus der Küche haben wir eine Stunde Verspätung.
Was macht eine Blondine mit zwei Kerzen vor sich vor dem Spiegel? Sie feiert den vierten Advent.
Autor: unbekannt
Es ist kurz vor Weihnachten, Fritzchen geht zur seiner Mutter und sagt: "Du, Mama, du kannst die Eisenbahn vom Wunschzettel streichen, ich habe nämlich zufällig eine im Wandschrank gefunden!"
Autor: unbekannt
Treffen sich nach Weihnachten drei Blondinen: Sagt die erste: "Mein Freund der war dieses Jahr richtig gemein: Er hat mir einen Duden geschenkt, obwohl er weiß, dass ich nicht schreiben kann." Sagt die zweite: "Na, das ist ja noch gar nichts: Meiner hat mir ein 12-bändiges Lexikon geschenkt, obwohl er genau weiß, dass ich nicht lesen kann." Sagt die dritte: "Ihr habt Probleme. Mein Freund hat mir einen Deo-Roller geschenkt, obwohl er genau weiß, dass ich keinen Führerschein habe."
Autor: unbekannt
Der Nikolaus steht mit der Rute in der Hand drohend vor dem unartigen Fritzchen. Bevor er etwas sagen kann, ruft Fritzchen ganz aufgeregt: "Schnell Papi, ruf unseren Anwalt an!"
Autor: unbekannt
Wann kann man Weihnachtswitze erzählen?
Weihnachtswitze hört man am häufigsten in der Adventszeit, wenn man gesellig bei einem Glas Glühwein zusammensitzt und die Stimmung ohnehin schon gut ist. Aber die Gelegenheiten sind vielfältiger, als man zunächst denkt.
- Beim Warten auf das Weihnachtsessen: Der Braten braucht noch zwanzig Minuten, die Kinder werden unruhig und die Erwachsenen langsam ungeduldig. Ein guter Witz überbrückt diese Phase besser als jedes Gespräch über das Wetter.
- Auf der Betriebsweihnachtsfeier: Gerade wenn man Kollegen hat, die man nicht so gut kennt, bricht Humor das Eis schneller als jede Networking-Konversation.
- Beim Plätzchen backen: Wenn die Küche mehlbestäubt ist, die ersten Lebkuchenmänner schief aus dem Ofen kommen und alle ein bisschen chaotisch zusammenarbeiten, ist die Stimmung für Witze ideal.
- Auf dem Weihnachtsmarkt: Zwischen Glühweinstand und Bratwurstbude, in lockerer Stimmung und mit einem Becher in der Hand, nimmt man Witze besonders dankbar auf.
- Am Heiligabend selbst: Wenn die Bescherung vorbei ist, alle satt und zufrieden beieinandersitzen, ist das oft der Moment, in dem spontan Witze erzählt werden, manchmal die lustigsten des ganzen Jahres.
Generell gilt: Mit Humor liegst du nie wirklich falsch, solange du dein Publikum kennst. Ob im häuslichen Umfeld, unter guten Freunden oder bei einem größeren adventlichen Zusammentreffen, Weihnachtswitze sind fast immer willkommen.
Wie erzählt man erfolgreich einen guten Weihnachtswitz?
Die Kunst des Witzeerzählens unterscheidet sich bei Weihnachtswitzen im Wesentlichen nicht von anderen Themen. Was zählt, ist vor allem die Vorbereitung. Wer einen Witz nicht vollständig auswendig kennt oder die Pointe selbst nicht hundertprozentig verstanden hat, sollte ihn besser weglassen. Nichts ruiniert einen Witz schneller als ein Stocken mitten in der Erzählung oder ein hilfloser Versuch, die Pointe nachzuerklären.
Wenn der Witz sitzt, kommt es auf die Darbietung an. Lebhaftes Erzählen, die richtige Betonung an der richtigen Stelle und vor allem ein gutes Gefühl für Timing sind entscheidend. Die Pause direkt vor der Pointe ist oft das Wirksamste, was ein Erzähler einsetzen kann. Sie erzeugt Spannung, lässt die Zuhörer innerlich schon ahnen, dass jetzt etwas kommt, und verstärkt den Effekt der Pointe erheblich.
Zu Weihnachten kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: das Gespür für die Stimmung des Raums. Die Feiertage können für manche Menschen emotional aufgeladen sein. Witze, die religiöse Gefühle, familiäre Empfindlichkeiten oder persönliche Verluste berühren, sind tabu. Es gilt, niemanden zu verletzen, was zur Weihnachtszeit etwas leichter passieren kann als sonst. Ein Witz, der alle zum Lachen bringt, ist immer besser als einer, der die Hälfte des Raums verstummen lässt.
Welche Arten von Weihnachtswitzen gibt es?
Weihnachtswitze für Kinder
Kinderwitze zu Weihnachten leben von einfachen Wortspielen, überraschenden Wendungen und Figuren, die Kinder kennen und lieben: der Weihnachtsmann, Rudolph, das Christkind, Rentiere und Elfen. Je jünger die Kinder, desto kürzer und bildlicher sollte der Witz sein. Kinder bis etwa acht Jahre lachen am meisten über das Unerwartete und Absurde, also wenn plötzlich ein Rentier eine Sonnenbrille trägt oder der Weihnachtsmann den Schornstein nicht findet, weil er zu viele Plätzchen gegessen hat.
Witze mit Wortspielen funktionieren bei Kindern ab etwa neun oder zehn Jahren besonders gut, weil sie dann die sprachliche Doppeldeutigkeit verstehen und sich klug fühlen, wenn ihnen die Pointe aufgeht. Das Lachen entsteht dann nicht nur aus dem Witz selbst, sondern auch aus dem Stolz, ihn kapiert zu haben.
Witze für Erwachsene
Erwachsene schätzen Weihnachtswitze, die mit den Klischees und Absurditäten des Festes spielen: der Stress beim Geschenke kaufen, die unvermeidliche Tante mit dem gleichen Geschenk wie letztes Jahr, das Weihnachtsessen, das nie so gelingt wie geplant, oder der Familienvater, der den Weihnachtsbaum aufstellt und dabei jedes Jahr denselben Kampf kämpft. Dieser Humor kommt aus der Erfahrung und trifft deshalb besonders genau.
Es gibt natürlich auch Witze mit deutlich derberer Note, die für Erwachsene in vertrauter Runde passen können. Diese setzen voraus, dass man die Anwesenden gut kennt und sicher ist, dass niemand damit unwohl wird. Im Zweifelsfall ist der harmlosere Witz immer die bessere Wahl.
Witze für die Weihnachtsfeier im Büro
Die Betriebsweihnachtsfeier ist eine besondere Herausforderung. Hier treffen Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen, Hierarchieebenen und Altersgruppen aufeinander, oft Menschen, die sich außerhalb des Büros nie begegnen würden. Witze, die auf gemeinsamen Alltagserfahrungen im Beruf aufbauen, funktionieren hier am besten: Themen wie zu lange Meetings, die Kaffeemaschine, die immer leer ist, oder die Weihnachtskarte, bei der niemand weiß, von wem sie stammt, erzeugen ein kollektives Wiedererkennen und damit echtes Lachen.
Persönliche Witze über einzelne Kolleginnen oder Kollegen, auch scheinbar harmlose, sollten auf der Betriebsfeier grundsätzlich vermieden werden. Dasselbe gilt für politische oder religiöse Themen. Safe bets sind Witze über den Winter, das Wetter und die allgemeine Weihnachtshektik.
Klassische Weihnachtswitze zum Schmunzeln
Hier sind einige zeitlose Weihnachtswitze, die in fast jeder Runde funktionieren:
- Fragt das Kind den Weihnachtsmann: "Kannst du mir beweisen, dass du echt bist?" Antwortet der Weihnachtsmann: "Kannst du mir beweisen, dass du brav warst?"
- Warum hat der Weihnachtsmann nur einen Schlitten? Weil er sich kein Taxi leisten kann, wenn alle Kamine blockiert sind.
- Was sagt ein Schneemann zum anderen? "Riechst du auch Karotten?"
- Wie nennt man einen Weihnachtsmann ohne Geschenke? Nikoläuschen.
- Warum tanzen Weihnachtsbäume so schlecht? Weil sie zwei linke Wurzeln haben.
- Ein Junge fragt seinen Vater: "Papa, glaubst du an den Weihnachtsmann?" Der Vater: "Nein." Der Junge: "Gut, dann kannst du ja dieses Jahr die Geschenke bezahlen."
Klopf-Klopf-Witze zu Weihnachten
Klopf-Klopf-Witze sind besonders bei Kindern beliebt, weil sie interaktiv sind und eine klare Struktur haben, die man sich leicht merken kann. Hier sind ein paar weihnachtliche Varianten:
- "Klopf klopf!" - "Wer ist da?" - "Ho!" - "Ho wer?" - "Ho ho ho, der Weihnachtsmann!"
- "Klopf klopf!" - "Wer ist da?" - "Mary." - "Mary wer?" - "Merry Christmas!"
- "Klopf klopf!" - "Wer ist da?" - "Schnee." - "Schnee wer?" - "Schnee dir vor, wie kalt es draußen ist!"
Diese Witze klingen im Deutschen manchmal etwas holprig, weil die Klopf-Klopf-Struktur ursprünglich aus dem Englischen stammt. Trotzdem erfreuen sie sich bei jüngeren Kindern großer Beliebtheit, vor allem wenn man sie mit übertriebener Stimme und theatralischer Gestik vorträgt.
Typische Weihnachtswitze über bekannte Klischees
Ein großer Teil der beliebtesten Weihnachtswitze lebt davon, die immer gleichen Klischees der Weihnachtszeit auf die Schippe zu nehmen. Jeder kennt sie, jeder hat sie erlebt, und genau deshalb trifft der Witz so zuverlässig:
- Der unmögliche Wunschzettel: Wenn Kinder Dinge wünschen, die es gar nicht gibt oder die den Rahmen jedes vernünftigen Budgets sprengen, ist das ein dankbares Thema. "Das Kind wünschte sich einen lebendigen Drachen. Der Weihnachtsmann schrieb zurück: Haben wir leider nur in XL, passt nicht in den Schlitten."
- Der Weihnachtsstress: Einkaufen am 23. Dezember, ausverkaufte Geschäfte und die Erkenntnis, dass man wieder mal zu spät dran ist, kennt fast jeder Erwachsene aus eigener Erfahrung.
- Die Familienfeier: Onkel mit dem immer gleichen Witz, Oma mit der Frage nach dem Freund oder der Freundin, der obligatorische Streit um die Sitzordnung. Hier liegt genug Stoff für ein ganzes Kabarettprogramm.
Das Timing macht den Unterschied
Ein Weihnachtswitz, der zum falschen Zeitpunkt kommt, verfehlt seine Wirkung, egal wie gut er ist. Das Timing ist deshalb mindestens genauso wichtig wie der Inhalt des Witzes selbst. Kurz nachdem jemand schlechte Neuigkeiten geteilt hat, ist kein guter Moment. Genauso wenig unmittelbar nach einer emotionalen Szene oder wenn die Stimmung spürbar gedrückt ist.
Am besten kommen Witze an, wenn die Runde ohnehin schon entspannt ist, wenn alle satt sind, wenn das erste Glas Glühwein seine Wirkung entfaltet oder wenn Kinder gerade etwas Komisches gemacht haben, das die Erwachsenen zum Lächeln gebracht hat. In solchen Momenten ist das Publikum empfänglich, offen und bereit zu lachen. Dann braucht es manchmal gar keinen besonders guten Witz, ein mittelmäßiger reicht und wird trotzdem herzlich aufgenommen.
Weihnachtswitz in der offiziellen Ansprache
Wer bei einer Weihnachtsfeier eine offizielle Ansprache hält, steht vor der Frage, ob er einen Witz einbauen soll. Die Antwort ist: ja, wenn es zur eigenen Persönlichkeit passt und wenn der Witz gut vorbereitet ist. Ein gut sitzender Witz am Anfang einer Rede baut Spannung ab, erzeugt Wohlwollen beim Publikum und schafft eine entspannte Atmosphäre für alles Weitere.
Wichtig ist dabei, den Witz nicht als Fremdkörper in die Ansprache einzufügen, sondern ihn organisch mit dem Rest zu verknüpfen. Er sollte zum Thema passen, zur Gruppe passen und zum Anlass passen. Eine selbstironische Bemerkung, zum Beispiel über die eigene Nervosität oder über ein kollektives Erlebnis aus dem vergangenen Jahr, kommt fast immer gut an, weil sie zeigt, dass der Sprecher geerdet ist und nicht über anderen steht.
Erfahrene Redner empfehlen: Den Witz niemals ankündigen. Wer sagt "Jetzt kommt ein Witz", setzt die Erwartungen so hoch, dass selbst ein guter Witz darunter leidet. Einfach erzählen und auf den Effekt vertrauen.
Häufige Fehler beim Witze erzählen
Manche Menschen erzählen Witze mit besten Absichten und ernten trotzdem Stille statt Lachen. Meistens liegt das an einem dieser typischen Fehler:
- Den Witz nicht auswendig kennen: Wer mitten im Witz ins Stocken gerät oder Details vergisst, verliert das Publikum. Lieber vorher üben oder den Witz weglassen.
- Die Pointe selbst erklären: Wenn nach dem Witz Stille herrscht und man anfängt zu erklären, warum er lustig ist, ist der Moment endgültig vorbei. Nicht jeder Witz zündet immer, und das ist in Ordnung.
- Zu laut oder zu schnell erzählen: Nervosität führt oft dazu, dass man schneller spricht als geplant. Gerade vor der Pointe ist eine kurze Pause das wirksamste Mittel.
- Das Publikum falsch einschätzen: Ein Witz, der unter engen Freunden funktioniert, kann bei einer gemischten Gesellschaft komplett danebenliegen. Wer die Runde nicht gut kennt, wählt lieber harmlosere Witze.
- Selbst zu lachen, bevor die Pointe kommt: Das verrät die Pointe und nimmt dem Witz seine Wirkung. Wer seinen eigenen Witz zu amüsant findet, sollte zumindest warten, bis die anderen reagiert haben.
Wenn Witze nicht ankommen - Alternativen zum Lachen
Nicht jeder ist ein geborener Witzeerzähler, und das muss auch niemand sein. Lachen lässt sich auch auf andere Weisen erzeugen, die vielleicht sogar nachhaltiger wirken als der beste Witz.
Lustige Weihnachtserinnerungen aus vergangenen Jahren zu teilen ist eine davon. Wenn man erzählt, wie der Tannenbaum damals umgefallen ist, wie das Christkind beim Klingeln die Glocke verloren hat oder wie der selbst gebastelte Adventskranz plötzlich gebrannt hat, entsteht kollektives Lachen aus gemeinsamer Erfahrung. Das verbindet mehr als jeder fremde Witz.
Auch Weihnachtsspiele können für herzhafte Lacher sorgen, ganz ohne dass jemand einen Witz erzählen muss. Pantomime mit weihnachtlichen Begriffen, eine Runde Weihnachts-Bingo oder ein gemeinsames Quiz über seltsame Weihnachtsbräuche aus aller Welt bringen Menschen zum Lachen auf eine Weise, die keiner besonderen Begabung bedarf. Manchmal ist das die entspanntere und inklusivere Lösung.