Weihnachtsmärchen

Weihnachtsmärchen tragen zur besonderen Atmosphäre des Weihnachtsfestes bei. Während der Adventszeit schüren sie die Erwartung und vermitteln einen Eindruck von dem ganz besonderen Zauber, der von Weihnachten ausgeht. Autorinnen und Autoren vieler Länder haben Weihnachtsmärchen verfasst, die davon erzählen, welche Faszination und Wirkung von diesem Ereignis ausgeht.

Was ist das Besondere an Weihnachtsmärchen?

Ob es sich nun um ein klassisches Weihnachtsmärchen wie die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens oder eine Erzählung im modernen Gewand handelt. Stets spielt der Glaube an das Gute im Menschen eine Rolle. Weihnachten ist nun einmal das Fest der Liebe und diese geht in jedem Weihnachtsmärchen als Sieger hervor. Von dieser Kraft und der unwiderstehlichen Wirkung, die von diesem Fest zum Gedenken an die Geburt Jesu ausgeht, erzählen alle Weihnachtsmärchen.
Naturgemäß richtet sich die Botschaft der meisten Weihnachtsmärchen an die jungen Leser und Zuhörer. Doch auch vielen Erwachsene vermittelt eine gut erzählte Geschichte einen lebhaften Eindruck davon, wie sich Menschen unter dem Eindruck der Heiligen Nacht zum Guten wandeln und ihr Herz öffnen. Jede Weihnachtsgeschichte tut das auf ihre eigene Weise – und jede ist es wert, gelesen oder gehört zu werden.

Welche Weihnachtsmärchen gibt es?

Es gibt Weihnachtsmärchen in den verschiedensten Sprachen. Die Auswahl deutscher Märchen ist immens. Auf unserer Seite findet Ihr eine breite Auswahl - von bekannten Märchen wie Rumpelstilzchen, Sterntaler oder Die Geschichte von der Frau Holle über unbekanntere wie bspw. Der Schnee. Stöbert die folgende Liste am besten in aller Ruhe durch. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

Der Schneemann
Es war einmal ein Schneemann, der stand mitten im tief verschneiten Walde und war ganz aus Schnee. Er hatte keine Beine und Augen aus Kohle und sonst nichts und das ist wenig. Aber dafür war er kalt, furchtbar kalt. Das sagte auch der alte griesgrämige Eiszapfen von ihm, der in der Nähe hing und noch viel kälter war.
"Sie sind kalt!" sagte er ganz vorwurfsvoll zum Schneemann.
Der …
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Autor: Manfred Kyber

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Es war fürchterlich kalt; es schneite und begann dunkler Abend zu werden, es war der letzte Abend in Jahre, Neujahrsabend! In dieser Kälte und in dieser Finsternis ging ein kleines Mädchen mit bloßem Kopfe und nackten Füßen auf der Straße. Sie hatte freilich Pantoffeln gehabt, als sie vom Hause wegging, aber was half das! Es waren sehr große Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt …
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Autor: Hans Christian Andersen

Der Tannenbaum
Draußen im Walde stand ein niedlicher kleiner Tannenbaum; er hatte einen guten Platz, Sonne konnte er bekommen, Luft war genug da, und ringsumher wuchsen viele größere Kameraden, sowohl Tannen als Fichten. Aber dem kleinen Tannenbaum schien nichts so wichtig als das Wachsen; er achtete nicht der warmen Sonne und der frischen Luft, er kümmerte sich nicht um die Bauerkinder, die da gingen und …
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Autor: Hans Christian Andersen

Nussknacker und Mausekönig
Am vierundzwanzigsten Dezember durften die Kinder des Medizinalrats Stahlbaum den ganzen Tag über durchaus nicht in die Mittelstube hinein, viel weniger in das daran stoßende Prunkzimmer. In einem Winkel des Hinterstübchens zusammengekauert saßen Fritz und Marie, die tiefe Abenddämmerung war eingebrochen, und es wurde ihnen recht schaurig zumute, als man, wie es gewöhnlich an dem Tage …
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Autor: Ernst Theodor Amadeus Hoffmann

Der Schnee
Heute war Weihnachten. Aber erst heute Abend! Jetzt war es noch ganz hell und auf der Straße und im Garten, denn es war noch Tag.
"Heute Abend ist Weihnachten", zwitscherten die Spatzen sich im Garten gegenseitig zu, und dann flogen sie zu den Bäumen und Sträuchern hin, um es denen zu erzählen.
Aber sie wussten es schon.
"Wir haben gesehen, wie der Christbaum in das Haus …
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Autor: Sophie Reinheimer

Chamäleon
An einem stürmischen, regnerischen Dezemberabend saß ein junger hübscher Mann in seiner kleinen Stube, und war eben damit fertig geworden, den Christbaum für seine zwei jüngeren, noch unmündigen Geschwister auszuschmücken.
Sinnend weilte sein Blick auf dem mit Streifen, Schlingen, Ketten und Körbchen aus farbigen Papier gezierten Bäumchen, an das er mit Bindfaden die bunten kleinen …
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Autor: Moritz Barach

Weihnachten in der Speisekammer
Unter der Türschwelle war ein kleines Loch. Dahinter saß die Maus Kiek und wartete.
Sie wartete bis der Hausherr die Stiefel aus- und die Uhr aufgezogen hatte; sie wartete, bis die Mutter ihr Schlüsselkörbchen auf den Nachttisch gestellt und die schlafenden Kinder noch einmal zugedeckt hatte; sie wartete auch noch, als alles dunkel war und tiefe Stille im Hause herrschte. Dann ging sie.
Bald …
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Autor: Paula Dehmel

Die Geschichte vom Weihnachtsmarkt
Am Tage vor Weihnachten war das Wetter hell und klar, und der Schnee war festgefroren. Da sagte die Tante zu den Kindern: »Heute führe ich euch auf den Weihnachtsmarkt, lasst euch nur schnell die Mäntelchen anziehen und die Hütchen aufsetzen! «

Das brauchte sie nicht zweimal zu sagen; in einem Augenblick waren die Kinder fertig, und nun ging es hinaus in den frischen, klaren Morgen. Man …
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Autor: Luise Büchner

Die goldene Gans
Es war ein Mann, der hatte drei Söhne, davon hieß der jüngste der Dummling, und wurde verachtet und verspottet, und bei jeder Gelegenheit zurückgesetzt. Es geschah, daß der älteste in den Wald gehen wollte, Holz hauen, und eh er ging, gab ihm noch seine Mutter einen schönen feinen Eierkuchen und eine Flasche Wein mit, damit er nicht Hunger und Durst erlitte. Als er in den Wald kam, …
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Autor: Brüder Grimm

Die drei Federn
Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne, davon waren zwei klug und gescheit, aber der dritte sprach nicht viel, war einfältig und hieß nur der Dummling. Als der König alt und schwach ward und an sein Ende dachte, wußte er nicht, welcher von seinen Söhnen nach ihm das Reich erben sollte. Da sprach er zu ihnen: "Zieht aus, und wer mir den feinsten Teppich bringt, der soll nach …
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Autor: Brüder Grimm

Rumpelstilzchen
Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, daß er mit dem König zu sprechen kam, und zu ihm sagte "ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen". Dem König, der das Gold lieb hatte, gefiel die Kunst gar wohl, und er befahl die Müllerstochter sollte alsbald vor ihn gebracht werden. Dann führte er sie in eine Kammer, die ganz …
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Autor: Brüder Grimm

Der standhafte Zinsoldat
Es waren einmal fünfundzwanzig Zinnsoldaten, die waren alle Brüder, denn sie waren aus einem alten zinnernen Löffel gemacht worden. Das Gewehr hielten sie im Arm und das Gesicht geradeaus; rot und blau, überaus herrlich war die Uniform; das allererste, was sie in dieser Welt hörten, als der Deckel von der Schachtel genommen wurde, in der sie lagen, war das Wort "Zinnsoldaten!" Das …
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Autor: Der standhafte Zinsoldat

Die Wichtelmänner
Es war ein Schuster ohne seine Schuld so arm geworden, daß ihm endlich nichts mehr übrigblieb als Leder zu einem einzigen Paar Schuhe. Nun schnitt er am Abend die Schuhe zu, die wollte er den nächsten Morgen in Arbeit nehmen; und weil er ein gutes Gewissen hatte, so legte er sich ruhig zu Bett, befahl sich dem lieben Gott und schlief ein.

Morgens, nachdem er sein Gebet verrichtet hatte und …
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Autor: Brüder Grimm

Lüttjemann und Lüttjerinchen
Es war einmal zwei Mooswichte, die lebten in einem alten Steinbruch.
Sie hatten ein einziges Kind, das nannten sie Lüttchemann, weil es noch viel kleiner war, als die Kinder der Mooswichte sonst sind, so klein, dass es in einer Wiege aus einer halben Walnussschale Platz hatte.
Die alten Mooswichte liebten ihren einzigen Sohn zärtlich; er bekam das feinste Essen: Blumenhonig und Nusskernbrot …
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Autor: Hermann Löns

Der kleine Tannenbaum
Es war einmal ein kleiner Tannenbaum im tiefen Tannenwalde, der wollte so gerne ein Weihnachtsbaum sein. Aber das ist gar nicht so leicht, als man das meistens in der Tannengesellschaft annimmt, denn der heilige Nikolaus ist in der Beziehung sehr streng und erlaubt nur den Tannen als Weihnachtsbaum in Dorf und Stadt zu spazieren, die dafür ganz ordnungsmäßig in seinem Buch aufgeschrieben sind. …
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Autor: Manfred Kyber

Sterntaler
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt …
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Autor: Brüder Grimm

Die Geschichte von der Frau Holle
Vor ganz undenklich langer Zeit, da gab es noch gar kein Christkindchen, sondern nur eine Frau Holle, die wohnte nicht weit von uns auf der höchsten Spitze der Odenwaldberge, auf der kalten, windigen Böllsteinerhöhe. Die schönen Odenwaldberge waren damals noch nicht wie jetzt, fast bis hinauf mit fruchtbaren Feldern und schönen Wiesen bedeckt, sondern dunkle Wälder zogen sich fast bis zu …
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Autor: Luise Büchner

Vom Feuermännchen und der Maus Grisegrau
"Heut will ich euch die Geschichte vom Feuermännchen erzählen", sagte eines Abends unsere gute alte Tante Minna; " sie ist zwar ein bissel gruselig, aber ich will sie euch doch erzählen.
Ihr müsst wissen, zu Hause in Pankenbrück hatten wir einen großen Kachelofen, so einen recht altmodischen grünen Kachelofen. Und blanke Haken hatte er, um nasse Kleider dran aufzuhängen, …
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Autor: Paula Dehmel

Die Geschichte von dem kleinen naseweisen Mädchen
Dem Mathildchen ward die Zeit bis zum Weihnachtsabend gar zu lang; es hatte nirgends mehr Ruhe und Rast, nur so lange die Tante erzählte, blieb es ruhig auf seinem Stühlchen sitzen. Wo eine Schublade oder eine Schranktüre aufgemacht wurde, hatte es blitzschnell den kleinen Blondkopf dazwischen und lauschend und horchend stand es hinter allen Stubentüren. Es knisterte und rumorte aber auch gar …
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Autor: Luise Büchner



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